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Gelenkschmerzen im Alter – Arthrose vorbeugen

 

Gelenkschmerzen im Alter lindern, Arthrose vorbeugen

Einfache Bewegungen schmerzen, die Gelenke fühlen sich steif an: Gelenkschmerzen gehören zu den typischen Leiden im Alter. Eine der häufigsten Gelenkerkrankungen ist die Arthrose. Hier erfährst du die Gründe für die Entstehung von Gelenkschmerzen und wie du Arthrose am besten vorbeugen kannst.

 

Was ist die Ursache von Arthrose?

Die Gelenke haben eine wichtige Aufgabe. Sie ermöglichen dem Menschen sich zu bewegen, indem sie zwei Knochen miteinander verbinden. Sie können aber aus verschiedenen Gründen in ihrer Funktion beeinträchtigt sein und durch Gelenkprobleme auf sich aufmerksam machen, nämlich durch:

  • Muskuläre Dysbalancen (Spannungsveränderungen in der Muskulatur)
  • Bewegungsmangel (Versorgung des Gelenks mit Nährstoffen eingeschränkt)
  • Gelenkblockaden (Gelenkführung ist verändert)
  • Verletzungen (zum Beispiel durch einen Sportunfall)
  • Entzündungen (zum Beispiel bei einer rheumatoiden Arthritis)
  • Abnutzung (vor allem mit fortschreitendem Alter)

 

Eine Arthrose entsteht primär durch die Abbau der Gelenkknorpel. Die Knorpel kleiden die Gelenkflächen von innen aus. Mit ihrer gummiartigen Substanz fungieren sie wie eine Art Stoßdämpfer. Aber warum können diese Knorpel mit der Zeit abnutzen?
Knochen und Gelenke werden bei ihren Bewegungen von den Muskeln unterstützt. Durch einen Mangel an Bewegung im Alter, nimmt die Muskelmasse ab, die Gelenke werden zu wenig bewegt und der Gelenkknorpel wird spröde. Durch Unterversorgung mit Nährstoffen, wird die Knorpelschicht immer mehr abgebaut. Bei vielen Menschen verläuft die Arthrose lange Zeit symptomlos, andere leiden an Gelenkschmerzen. Vor allem die Gelenke am Knie, der Hüfte sowie der Hände und Finger sind häufig betroffen.

 

Wie äußern sich Gelenkschmerzen bei Arthrose?

Der Abbau der Knorpel verursacht bei Betroffenen Gelenkschmerzen, die üblicherweise in drei Arten unterschieden werden:

  • Anlauf- oder Startschmerzen: Gerade morgens beim Aufstehen oder nach längerer Schonzeit empfinden Patienten Schmerzen, weil das Gelenk durch den Knorpelschwund weniger geschmiert wird und die Knorpeloberflächen vermehrt gegeneinander reiben.
  • Belastungsschmerzen: Auch stärkere Beschwerden in Belastungssituation wie Treppensteigen sind charakteristisch für die Arthrose.
  • Ruheschmerz: Dauerhaftes Schmerzempfinden – auch in längeren Ruhephasen – kann auf eine entzündete Arthrose hinweisen.

Patienten neigen aufgrund der Schmerzen meist dazu, ihre Gelenke zu schonen. Jedoch können dadurch Gelenkprobleme sogar noch schlimmer werden. Durch die Schonhaltung nimmt die Muskelmasse, die dem Gelenk Halt gibt, weiter ab und andere Gelenke werden vielleicht ungünstig belastet. Das Knorpelgewebe ist auf Bewegung angewiesen. Nur bei Bewegung kann sich der Knorpel mit neuen Nährstoffen versorgen.

 

Schmerzfrei leben: Behandlung von Gelenkproblemen

Altersbedingte Arthrose ist bisher nicht heilbar, jedoch lassen sich die Gelenkschmerzen vor allem durch physiotherapeutische und osteopathische Maßnahmen wirksam beeinflussen. Regelmäßige Bewegungen kräftigen die Muskeln und der Knorpel kann besser mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Aus diesem Grund empfiehlt der behandelnde Arzt häufig eine Krankengymnastik und Wärmetherapien. Gezieltes Kraft- und Beweglichkeitstraining können die umliegenden Muskeln aufbauen und dem Gelenk wieder mehr Beweglichkeit verschaffen. Spezielle Hilfsmittel wie Schienen oder elastische Tapes können den Patienten bei Bewegungen unterstützen.

Gegen die Gelenkschmerzen verschreibt der Arzt häufig nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen. Außerdem werden im Rahmen der medikamentösen Therapie manchmal Kortison-Präparate gegen Entzündungen verabreicht. Bei sehr fortgeschrittener Arthrose kann ebenfalls ein chirurgischer Eingriff, zum Beispiel um abgelöste Knorpelstücken zu entfernen, notwendig sein. Die letzte Möglichkeit ist ein Kunstgelenk, dass jedoch im Schnitt nach zehn bis fünfzehn Jahren wieder ausgetauscht werden muss.

 

Tipps: So lässt sich Arthrose vorbeugen

Generell lässt sich das Risiko, im Alter Gelenkschmerzen zu bekommen, nie vollständigen vermeiden. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, um Arthrose vorzubeugen.

  • Achte auf ein Normalgewicht. Übergewicht zählt zu den Risikofaktoren von Arthrose.
  • Vermeide einseitige Überbelastungen. Diese können beispielsweise durch sich ständig wiederholende gleichförmige Bewegungen in der Arbeit, aber auch übermäßig intensive sportliche Betätigungen (Leistungssport) entstehen.
  • Regelmäßiges Beweglichkeitstraining erhält den Bewegungsradius von Gelenken.
  • Ausdauereinheiten fördern den Stoffwechsel im Gelenk. Beispielsweise Sportarten wie Radfahren oder Nordic Walking.
  • Mit gelenkschonendem Krafttraining können Muskeln aufgebaut werden, die das Gelenk entlasten. Hier eignet sich auch das gelenkschonende EMS-Training perfekt.
  • Auch tägliche Fingerübungen können gegen einen Gelenkverschleiß der Hände hilfreich sein.
  • Ernähre dich ausgewogen und gesund. Vor allem viele ungesättigte Fettsäuren (zum Beispiel Olivenöl) und eine ballaststoffreiche Ernährung (Hülsenfrüchte) haben einen positiven Einfluss auf die Gelenke.


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