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Was tun bei Plantarfasziitis?

Plantarfasziitis

 

Trotz ihrer täglichen Beanspruchung und dauerhaften Belastung werden die Füße bei vielen Menschen sträflich vernachlässigt. Es ist nicht verwunderlich, dass sich Erkrankungen der Füße, explizit der Fußsohle in der modernen Zeit häufen und immer mehr Menschen bereits im jungen Alter betreffen. Zu den bekanntesten und am häufigsten auftretenden Erkrankungen der Füße gehört die Plantarfasziitis, eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenplatte der Fußsohle.

 

Plantarfasziitis erkennen und frühzeitig behandeln

Die Früherkennung schützt vor starken, ins Chronische gehenden Schmerzen und sorgt bei Plantarfasziitis für eine zeitnahe Heilung der schmerzhaften Sehnen. Betroffene beklagen in der Regel einen starken Fersenschmerz, der sich bei Druck oder Belastung verstärkt und unerträglich werden kann. Fälschlicherweise wird die Erkrankung häufig als Fersensporn bezeichnet, doch unterscheiden sich sowohl die Symptome, wie auch die Ursachen und Möglichkeiten der Behandlung.

Vom Beginn der schmerzhaften Veränderung bis zu einer entzündlichen Erkrankung vergehen einige Wochen bis Monate. Daher ist die Früherkennung besonders schwer und der Patient bemerkt die Erkrankung meist erst, wenn sich die Symptome bis zur Unerträglichkeit verschlimmert haben. In der Anfangsphase tritt der Schmerz nur marginal und lediglich bei einer Belastung der kalten Füße auf. Nach der Erwärmung, zum Beispiel beim Sport oder nach einem längeren Fußmarsch lassen die Schmerzen nach und das Problem der Fußsohle gerät in Vergessenheit.

Die Ursachen der Plantarfasziitis

Eines der Hauptursache sind falsches Schuhwerk. Zu enge oder zu kleine und reibende Schuhe können die Symptome verstärken und die Regeneration der Füße verhindern.

Auch viele Sportarten die die Füße belasten, können ein Risiko für die Erkrankung an der Plantarfasziitis sein. Vor allem Basketball und Tennis, Fußball oder auch Tanzen beanspruchen die Füße sehr stark, sodass die Erkrankung besonders häufig auftritt. Bei Läufer könnte ein ungünstiger Laufstiel verantwortlich für die Schmerzen sein.

Weitere Ursache kann eine erhöhte Spannung und somit eine eingeschränkte Mobilität der Plantar-Faszien sein. Ausgelöst von muskulären oder faszialen Dysbalancen. Aber auch ein Beckenschiefstand könnte ein weiterer Risikofaktor sein.

 

Die Behandlung der Plantarfasziitis aus schulmedizinischer Sicht

Es gibt sowohl operative und nicht invasive Behandlungsmethoden, die je nach Schwere der Entzündung vom behandelnden Orthopäden vorgeschlagen werden. Ruhe und Dehnübungen sind für den Behandlungserfolg gleichermaßen wichtig, wobei eine Überlastung durch Sport oder schnelles Laufen unbedingt vermieden werden sollte. Auch orthopädische Einlagen beschleunigen die Heilung, da der Fuß richtig belastet wird und weich im Schuh eingebettet ist. Bei einer hartnäckigen Entzündung sind verschiedene Therapien mit Röntgenstrahlen oder Ultraschall die erste Wahl, ehe ein erfahrener Arzt zum operativen Eingriff rät.

 

Die Behandlung der Plantarfasziitis aus osteopathischer Sicht

Ein Osteopath wird sich bei der Behandlung von Plantarfasziitis nicht nur auf die Füße beschränken. Meist wird der ganze Körper untersucht und behandelt. Es wird nach Spannungsveränderungen, Mobilitätseinschränkungen und Gewebeveränderungen gesucht. Liegt eine muskuläre- oder fasziale Dysbalance vor, so wird der Osteopath mit unterschiedlichen Methoden mehr Gleichgewicht schaffen.  Ist das Becken durch eine Schiefstellung für die schmerzhaften Füße verantwortlich, so sollte der Beckenschiefstand unbedingt behandelt werden. Aber auch das Untersuchen der einzelnen Fußwurzelknochen könnte Hinweise auf Blockaden geben. Weist die Fußsohle schmerzhafte Stellen auf, so könnte auch mit einer Faszientherapie behandelt werden. Was auch immer die Ursache ist, der Osteopath wird die entsprechende Methode wählen, die am meisten Erfolg verspricht.

 

Training bei Plantarfasziitis

Mit dem Beweglichkeilstraining von FIVE kann die Plantierfaszie selbst behandelt werden. Auf der FEET-Station sind harte Noppen befestigt, die optimal zum Entspannen der Plantarfaszie beiträgt.

Mit der Übung „ISCHIO“ kann die Spannung der Waden und Oberschenkelrückseite gelöst werden. Näheres dazu findest du in unserem Zentrum Osteovital.

 

Übung für zu Hause bei Plantarfasziitis

Sitzend oder Stehend stellst du einen Fuß auf einen harten Ball. (z.B. Golfball, Lacrossball, etc.) Spürst du einen starken Schmerz, dann verringere den Druck und bleib auf den Schmerzpunkt stehen. Bleibe auf den Schmerzpunkt so ca. 20-30 Sekunden stehen. Die Spannung der Faszie wird nachgeben und du sinkst immer tiefer. Hat der Schmerz nachgelassen kannst du zum nächsten Schmerzpunkt wandern.

Ist deine Sohle nicht so empfindlich, kannst du langsame Bewegungen mit deinem Fuß ausführen. Du kannst diese Übung auch zur Vorbeugung.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

 



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Kommentare


Julia 11. November 2017 um 12:34

Habe die "Übung für zu Hause" eben ausprobiert, da ich – wenn ich mir die Beschreibungen so durchlese – vermutlich ein solches Problem habe. Zufälligerweise auch einen Golfball gefunden ;-) Und es ist wirklich unglaublich, wie schnell ein Unterschied zu merken ist. Zuerst will man kaum das Gewicht verlagern, doch dann spürt man richtig, wie es weicher wird. Und der Schmerz zurückgeht. Ich bin beeindruckt. Und werde dies in mein tägliches Sportprogramm integrieren. Als Vorbeugung für den einen Fuss. Und als "Therapie" für den anderen. Super Tipp!!!

Antworten

Frauke Weber 19. Mai 2018 um 17:30

Bei mir tritt ein merkwürdiges Symptom auf. Wenn ich länger stehe oder laufe färben sich meine Fußsohlen überall dort, wo sie aufliegen, dunkelrot und bläulich. Danach sinke ich regelrecht in den Boden ein, bekomme starke Schmerzen in den Füßen und kann nicht mehr laufen. Ist das auch bei einer Plantarfaszitis der Fall?

Antworten

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