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Wie sinnvoll ist medizinisches Marihuana zur Behandlung im Bereich Osteopathie?

 

Seit einigen Jahren ist es Ärzten in Deutschland gesetzlich erlaubt, Cannabis und Marihuana zu medizinischen Zwecken zu verordnen. Damit können Schmerzpatienten die THC-haltigen Produkte auf Rezept erhalten, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

In der Osteopathie werden oftmals Menschen mit chronischen Schmerzen etwa im Rücken-,  Schulterbereich, anderen Körperstellen, aber auch am Verdauungstrakt behandelt. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, zusätzlich zu einer umfassenden Therapie auch medizinische Cannabisprodukte zu verschreiben, um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

 

Osteopathie im Überblick: manuelle Heilmethode mit vielseitiger Ausprägung

Bei der Osteopathie handelt es sich um ein sogenanntes manuelles Heilverfahren, bei dem der Osteopath seine Hände einsetzt, um bestehende Krankheiten und Zustände zu diagnostizieren, zu behandeln und die damit verbundenen Symptome zu lindern.

Im Fokus der Osteopathie steht aber das Herausfinden der Ursachen etwa von Schmerzen und Blockaden sowie deren Behandlung. In diesem Zusammenhang werden durch den gezielten Druck auf bestimmte Körperregionen Störungen und interne Blockaden gelockert, was dazu führt, dass Schmerzen, Versteifungen und Einschränkungen etwa in der Beweglichkeit gelindert werden.

Auf diese Weise lässt sich das Wohlbefinden des Patienten teils deutlich verbessern, sodass sich auch der Alltag wieder unbeschwerter bewältigen lässt. Osteopathie gehört zu den sanften Heilverfahren und kann so grundsätzlich bei jedem Menschen angewendet werden. Bereits Säuglinge können von erfahrenen Osteopathen behandeln werden, wenn dies erforderlich ist.

 

Schmerzpatienten suchen besonders häufig Osteopathen auf

Statistiken zufolge gibt es in Deutschland bis zu 10 Millionen Schmerzpatienten, von denen etwa vier Millionen als durch ihre Schmerzen als schwer beeinträchtigt gelten. Oftmals leiden die Betroffenen stark unter ihren Beschwerden und sind nicht mehr in der Lage, ihren Alltag wie gewohnt zu bewältigen. Sowohl die Schmerzen selbst als auch die verordneten Schmerzmittel schränken das Leben teilweise stark ein.

Nicht umsonst wenden sich gerade Schmerzpatienten häufig an Osteopathen: Die sanfte Behandlung verspricht eine Linderung der Schmerzen, ohne dass weitere starke Medikamente verschrieben werden müssen, die teils gravierende Nebenwirkungen mit sich bringen.

Es kann sinnvoll sein, zusätzlich zu regelmäßigen osteopathischen Sitzungen Cannabis Medizin anzuwenden: Die THC-haltigen Produkte weisen entzündungshemmende sowie schmerzlindernde Eigenschaften auf und sind in der Lage, sowohl die Beschwerden selbst als auch eventuelle Begleiterscheinungen anderer Medikamente abzuschwächen. Damit lässt sich in vielen Fällen eine deutliche Verbesserung des Allgemeinzustands des Patienten erreichen.

 

Was ist bei der Gabe von medizinischem Cannabis zu beachten?

Medizinisches Marihuana kann vom behandelnden Arzt verschrieben werden, wenn herkömmliche Therapien und Medikamente nicht den gewünschten Erfolg zeigen und keine Linderung der Beschwerden erreicht wird.

Dies sind die Voraussetzungen, die einen Patienten für medizinische Cannabisprodukte qualifizieren. Entsprechend wird genauestens geprüft, ob der Betroffene infrage kommt: Nur, wenn die Erfolgsaussichten bei einer Therapie mit THC-haltigen Präparaten entsprechend hoch ausfallen, ist ein Verschreiben von Cannabisblüten, THC-haltigen Sprays und ähnlichen Produkten möglich.

Die genaue Dosis sowie die Häufigkeit der Einnahme muss der Arzt gemeinsam mit dem Patienten anhand dessen individueller Situation ermitteln und gegebenenfalls unterschiedliche Dosierungen und Darreichungsformen ausprobieren. In Verbindung mit einer ebenfalls auf die Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmten osteopathischen Therapie ist es oftmals möglich, chronische Schmerzen zu lindern und dem Patienten wieder einen erträglichen und lebenswerten Alltag zu bieten.



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