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Fragen und Antworten rund um die Osteopathie

Die häufigsten Fragen und Antworten rund um die Osteopathie

  1. Was genau zeichnet Osteopathie aus?
  2. Welche Schmerzen und Funktionsstörungen können mit der Osteopathie behandelt werden?
  3. Für wen ist die Osteopathie geeignet?
  4. Wo liegt der Unterschied zwischen Chiropraktik und Osteopathie?
  5. Worum handelt es sich bei der Craniosacralen Osteopathie?
  6. Wie läuft die Ausbildung zum Osteopathen ab?
  7. Wird die Osteopathie auch kritisch betrachtet?
  8. Werden Osteopathie-Behandlungen von den Krankenkassen übernommen?
  9. Wie ist es möglich, dass die Osteopathie auch innere Organe behandeln kann?
  10. Kann die Osteopathie auch präventiv eingesetzt werden?

 

Was genau zeichnet Osteopathie aus?

Bei der Osteopathie wird der komplette Körper einschließlich aller Organe behandelt, wobei die Osteopathen ausschließlich mit den Händen arbeiten. Mithilfe eines sorgfältigen und vorsichtigen Abtastens, welches in diesem Zusammenhang als Palpieren bezeichnet wird, werden Ursachen von Schmerzen und Beschwerden erkannt. Osteopathie soll durch die richtigen Handgriffe dem Körper einen Anstoß zur Selbstheilung geben, sodass dieser seine Kraft und Energie neu ausrichten kann. Die Osteopathie wird bei vielen unterschiedlichen Beschwerden angewandt, angefangen bei Migräne und Rückenschmerzen bis hin zu sehr hartnäckigen chronischen Erkrankungen. In der Regel liegen zwischen zwei Sitzungen etwa ein- bis vier Wochen, wobei insgesamt drei bis zehn Sitzungen genügen sollten, um den Körper wieder in die richtigen Bahnen zu leiten.

 

Welche Schmerzen und Funktionsstörungen können mit der Osteopathie behandelt werden?

Die manuellen Therapiemethoden der Osteopathie bieten sich für etliche unterschiedliche Bereiche an, wobei in der Regel zunächst eine Voruntersuchung stattfindet und eine medizinisch fundierte Diagnose gestellt wird. Typische Symptome, die mithilfe der Osteopathie behandelt werden können sind Kopfschmerzen, Kieferschmerzen, Migräne, Tinnitus, Nackenschmerzen, Schulterschmerzen, Hexenschuss, Bandscheibenprobleme oder Hüft- und Knieschmerzen.

 

Für wen ist die Osteopathie geeignet?

Grundsätzlich ist die Osteopathie für jeden Menschen geeignet, der die speziellen Vorteile der Behandlung schätzt oder beispielsweise auf Schmerzmittel und ähnliches verzichten möchte. Sogar Kinder und Babys können von der Behandlung profitieren, selbiges gilt aber auch für Senioren. In jedem Fall lohnt es sich für Interessierte daher, einfach einen Beratungstermin mit einem guten Osteopathen auszumachen und sich ganz in Ruhe über die Vorteile und Möglichkeiten beraten zu lassen, damit Zweifel und Fragen ausgeräumt werden können. Im Prinzip kann also jeder einen Termin beim Osteopathen machen lassen, sofern denn eine der oben genannten Beschwerden vorhanden ist. Bei vielen klassischen Leiden und Krankheitsbildern kann ein Besuch beim Osteopathen eine echte Alternative sein.

 

Wo liegt der Unterschied zwischen Chiropraktik und Osteopathie?

Chiropraktik und Osteopathie werden gern im selben Atemzug verwendet, zwischen beiden Behandlungen gibt es aber sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten. In jedem Fall werden beide Behandlungen manuell durchgeführt. In der Osteopathie steht die ganzheitliche Betrachtung des Körpers im Vordergrund. Die Entwicklung von Chiropraktik und Osteopathie fand parallel statt, wobei sich Chiropraktiker vor allem mit der Behandlung von gelenkigen Knochenverbindungen beschäftigen und die Osteopathen stattdessen auf den Einfluss von Muskeln, Knochen, Gelenken, Bändern und Weichteil-Bindegewebe auf die Organe spezialisiert sind.

 

Worum handelt es sich bei der Craniosacralen Osteopathie?

Die Craniosacrale Osteopathie ist im Prinzip die kleine Schwester der Osteopathie und entstand in den 20er Jahren. Der Name legt nahe, dass die Craniosacrale Therapie sich auf den Bereich zwischen Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) spezialisiert hat. Genauer gesagt steht dahinter die Theorie, dass das Gehirnwasser, das Gehirn und Rückenmark umgibt, zwischen diesen beiden Polen zirkuliert und dabei etwa 8-12 Mal in der Minute rhythmisch pulsieren soll. Dieser Rhythmus wiederum soll sich auf den gesamten Körper ausbreiten. Wenn Störungen wie Fehlhaltungen bestehen, wirkt sich dies gleichermaßen auch auf den craniosacralen Rhythmus aus, der Osteopath kann diese allerdings ertasten. Ziel der craniosacralen Therapie ist es, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen und den normalen Rhythmus wiederherzustellen.

 

Wie läuft die Ausbildung zum Osteopathen ab?

Die Ausbildung zum Osteopathen verläuft in Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern sehr unterschiedlich. Einige Ausbildungen richten sich daher an jeden interessierten Teilnehmer, ganz gleich, welche Vorkenntnisse dieser hat, andere hingegen bieten die Osteopathie ausschließlich als Weiterbildung für promovierte Ärzte oder Heilkundler an. Gerade dieser Umstand sorgt dafür, dass die Osteopathie mitunter schwer einzuschätzen ist, denn nicht jeder ausgebildete Osteopath verfügt auch wirklich über das notwendige Wissen, um Diagnosen zu stellen oder die richtige Behandlung in die Wege zu leiten. Die Ausbildung zum Osteopathen dauert im Schnitt zwischen 4-6 Jahre. Osteopathie ist eine Heilkunde. Diese darf nur von Ärzten und Heilpraktikern selbstständig ausgeführt werden. Physiotherapeuten dürfen die Osteopathie nur im Delegationsverfahren ausüben – heißt nur nach Anweisung. Es gibt über die Ausbildung zum Osteopathen viele Diskussionsrunden wie diese auf: gutefrage.net 

 

Wird die Osteopathie auch kritisch betrachtet?

Fakt ist, dass es für Begrifflichkeiten wie Osteopathie, osteopathische Medizin oder osteopathische Behandlung keine klare und feste, weltweit akzeptierte Definition gibt. Stattdessen wird diese von Land zu Land unterschiedlich definiert, was zwangsläufig auch zu Differenzen in der Behandlung führt. Als alternative Behandlungsmethode wird die Osteopathie oftmals auch als Esoterik abgetan, tatsächlich fußt sie jedoch größtenteils auf Wissen rund um den Körper und Geist. Da es sich bei der Osteopathie um eine alternative Heilmethode handelt, bei der es aktuell noch keine einheitlichen Richtlinien für die Ausbildung gibt, stehen viele traditionelle Ärzte dem Verfahren skeptisch gegenüber. Befürchtet wird unter anderem, dass Gefahren für die Patienten entstehen können. Trotzdem kämpfen verschiedene Osteopathie-Verbände um einen reglementierten Beruf, damit zukünftig bundesweite Qualitätsrichtlinien bestehen.

 

Werden Osteopathie-Behandlungen von den Krankenkassen übernommen?

Während alternative Therapien früher noch vollständig allein gezahlt werden mussten, so sind seit dem 01. Januar 2012 immer mehr Krankenkassen dazu übergegangen, osteopathische Behandlungen zu zahlen. Die Techniker Krankenkasse unterstützt ihre Versicherten hier beispielsweise aktuell mit bis zu 360 Euro im Jahr. Wie der NDR berichtet, hat der plötzliche Boom der Kassenausgaben aber auch seine Schattenseiten, denn allein im Jahr 2013 zahlten die Krankenkasse hier mit über 110 Millionen gut dreimal so viel wie im Jahr zuvor und sind selbst etwas irritiert von den hohen Ausgaben. Viele Krankenkassen hoffen daher, dass der Gang zum Osteopathen womöglich anderswo Kosten einspart. Gerechnet wird daher auch in diesem Jahr erneut mit steigenden Ausgaben auf über 130 Millionen Euro. Was für die Krankenkassen auf lange Sicht ärgerlich ist, können Patienten aber durchaus auskosten.

 

Wie ist es möglich, dass die Osteopathie auch innere Organe behandeln kann?

Geht es um die inneren Organe, so ist die Rede von der viszeralen Osteopathie. Relevant sind hierbei die Organe im Brust-, Bauch- und Beckenraum sowie die Auswirkungen auf den Bewegungsapparat, das Nervensystem oder die Extremitäten. Entsprechende Techniken können die Mobilität, die Durchblutung und damit auch die Funktion der inneren Organe beeinflussen. Auch Bewegungseinschränkungen der Organe und damit verbundene Funktionsstörungen lassen sich zudem durch sanftes Lösen der bindegewebsartigen Hüllen der Organe untereinander positiv beeinflussen.

 

Kann die Osteopathie auch präventiv eingesetzt werden?

Wer vorsorgen möchte, der kann durch einen Osteopathen durch das geschulte Tastempfinden energetische Blockaden oder Spannungen und Disharmonien ausfindig machen, die sich später vielleicht zu Krankheiten und chronischen Beschwerden entwickeln können. Die Rede ist hierbei von sogenannten „Listening tests“, die sowohl lokal als auch am ganzen Körper stattfinden können.

 

 

Abbildung 1: pixabay.com © tomasdelgado (CC0 1.0)
Abbildung 2: pixabay.com © geralt (CC0 1.0)
Abbildung 3: pixabay.com © Antranias (CC0 1.0)
 


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Kommentare


malutki 19. Januar 2016 um 20:36

bauchmuskeltraining ist das körperverlezung soll man die überhaupt trainiren !?

Antworten

Sandra Geier 23. Dezember 2021 um 13:18

Guter Beitrag zum Thema Osteopathie. Interessant, dass sie sich zur Chiropraktik dahingehend unterscheidet, dass der Osteopath einen ganzheitlichen Ansatz bei der Behandlung verfolgt. Ich finde diese Art der manuellen Therapie spannend und werde vielleicht mal einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Antworten

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