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Was ist Osteopathie und was macht ein Osteopath?

Hast du dich schon einmal gefragt, was ist Osteopathie und was macht ein Osteopath eigentlich? Die Arbeit des Osteopathen gehört in den Bereich der Naturheilkunde. Doch was macht ein Osteopath wirklich? Seine Behandlungsmethoden wirken ganzheitlich und sollen den menschlichen Körper zur Selbsthilfe animieren. Das kann zum Beispiel durch die Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte erreicht werden.

Die Hände sind die einzigen „Arbeitsinstrumente“ eines Osteopathen. Sein Tastsinn ist hervorragend ausgeprägt und wird während der verhältnismäßig langen Ausbildung besonders intensiv geschult. So spürt er zunächst beim Patienten mit Hilfe seiner Hände körperliche Blockaden, Dysfunktionen und Verspannungen auf, um diese dann manuell zu lösen. Dabei denkt er fachübergreifend.

Im Mittelpunkt der Behandlungsmethoden steht immer die Gesamtheit des menschlichen Körpers und das Wissen darum, dass alle Körperfunktionen miteinander in Wechselwirkung stehen. Alles ist im Fluss und in fortwährender Bewegung. Sollten bei der Untersuchung Störungen dieses natürlichen Gleichgewichtes wahrgenommen werden, kann durch die osteopathische Behandlung oft eine Linderung oder sogar eine Heilung dieser Beschwerden erreicht werden. Die Ausbildung zum Osteopathen ist erst nach vier oder fünf Jahren abgeschlossen.

WAS UNTERSCHEIDET EINEN CHIROPRAKTIKER VON EINEM OSTEOPATHEN?

Die Chirotherapie ist nur als Teilbereich der Osteopathie anzusehen. Der Chiropraktiker befasst sich im Großen und Ganzen mit der Behandlung von Beschwerden, welche mit der Wirbelsäule und dem Bewegungsapparat im Zusammenhang stehen. Der Osteopath tut dieses ebenfalls, aber sein Tätigkeitsfeld wird noch durch weitere Schwerpunkte ergänzt, wie zum Beispiel die Behandlung von Funktionsstörungen des Bindegewebes, der Knochen und der inneren Organe. Ein Chiropraktiker absolviert auch eine kürzere Ausbildungszeit als ein Osteopath.

WANN IST ES EMPFEHLENSWERT, EINEN OSTEOPATHEN AUFZUSUCHEN?

Ein Osteopath unterstützt die Schulmedizin, kann und will jedoch kein Ersatz für einen vorhergehenden Arztbesuch sein. Mittlerweile gibt es in Deutschland auch Ärzte, welche eine osteopathische Zusatzausbildung absolviert haben und entsprechende Behandlungen in ihrer Praxis mit anbieten. Migräne, Tinnitus und Schwindelgefühle – oft beeinträchtigen diese lästigen Beschwerden die Lebensqualität eines Menschen erheblich, ohne dass der Arzt eine eindeutige Diagnose stellen kann. Auch nach Unfällen oder Sportverletzungen kann es sein, dass die Schulmedizin dem Patienten keine weitere Möglichkeit zur Linderung seines Leidens in Aussicht stellt. Die Schmerzen nach einem erlittenen Schleudertrauma oder der sogenannte „Hexenschuss“ rauben einem Betroffenen viel von seiner Lebensfreude und erschweren die Bewältigung alltäglicher Aufgaben erheblich. Bei allen diesen aufgeführten Beispielen könnte eventuell der Osteopath eine sinnvolle Unterstützung auf der Suche nach den Ursachen geben und anschließend eine entsprechende Therapie zur Besserung bzw. Heilung der Beschwerden durchführen. Weitere klassische Arbeitsgebiete sind die Behandlung von Verdauungs- und Rückenbeschwerden und einigen Arten von Kopfschmerzen. Eventuell kann mit einer osteopathischen Behandlung auch einem sogenannten „Schreibaby“ geholfen werden.

WIE LÄUFT EINE BEHANDLUNG BEIM OSTEOPATHEN AB?

Zunächst wird immer eine ausführliche Anamnese durchgeführt. Es werden auch länger zurückliegende Vorfälle im Lebenslauf des Patienten berücksichtigt, welche möglicherweise im Zusammenhang mit dem aktuellen Problem stehen könnten. Danach erfolgt durch das Abtasten mit den Händen eine intensive körperliche Untersuchung. Nachdem sich der Osteopath ein umfassendes Bild vom Gesamtzustand seines Patienten gemacht hat, wird er einen Therapieplan aufstellen und nach diesem dann die notwendigen manuellen Behandlungen durchführen.

 

WAS KOSTET EINE OSTEOPATHISCHE BEHANDLUNG?

Die Preise für eine Therapie-Einheit (zwischen 30 und 60 min) liegen ungefähr bei 50 bis 150 Euro. Oft werden mindestens 3 bis 5 Behandlungen erforderlich sein. Für die Kosten kommen nur wenige gesetzlichen Krankenkassen auf, während diese bei privat Versicherten im Allgemeinen übernommen werden.



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Kommentare


Gudrun Hempel 28. Februar 2016 um 14:44

hilft eine Behandlung bei Beginn von Pakiston?

Antworten

Jutta Neumann 17. März 2019 um 22:16

Hilft eine Behandlung bei Parkison ?

Antworten

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